Neue Batteriefabriken sorgen für Lithium-Engpässe

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Dirk Harbecke, Chairman von Rock Tech Lithium, erläutert Hintergründe zum Lithiummarkt

Bislang kommen fast alle Batteriezellen aus Asien, vor allem aus Südkorea und China. Tesla ist der einzige westliche Konzern, der hier im großen Stil mitmischt. Wie gefährlich diese Abhängigkeit vom Quasi-Monopol in Asien ist, zeigt sich aktuell am Handelsstreit der USA mit China. Peking droht als Vergeltungsmaßnahme für die amerikanischen Strafzölle den Export von Seltenen Erden zu stoppen. China ist der weltweit größte Produzent dieser Metalle, die zum Beispiel für die Produktion von Smartphones, aber auch für alle Elektroautos benötigt werden. Die Volksrepublik könnte somit einen guten Teil der amerikanischen Tech-Industrie lahmlegen.

Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China dürfte die Einschätzung zusätzlich unterstützen, dass Europa eine eigene Batteriezellen-Fertigung gut gebrauchen kann. Denn hier wird die Produktion von Elektroautos in den kommenden Jahren rasant zunehmen. Schon ab 2020 Jahr gelten in den EU verschärfte Emissionswerte. Die Flotten der Autokonzerne dürfen dann nur noch im Durchschnitt 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Überschreiten sie die Grenzwerte, drohen erhebliche Strafzahlungen. Die Hersteller sind aber weit von der Obergrenze von 95 Gramm entfernt. Zuletzt ist ihr durchschnittlicher CO2-Ausstoß sogar gestiegen, denn die Kunden kaufen immer mehr große spritfressende SUVs und immer weniger Dieselfahrzeuge. Ein Einhalten der Grenzwerte ist nur durch einen stark steigenden Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu erreichen.

Dazu kommt, dass die Preise für Batteriezellen immer weiter fallen. Die Analysten von Bloomberg schätzen, dass schon 2022 große Elektroautos – zum Bespiel SUVs – bei der Anschaffung preislich mit vergleichbaren Wagen mit Verbrennungsmotor mithalten können – auch ohne Förderprämien. Bei den Kosten für den alltäglichen Betrieb haben sie schon heute die Nase vorn.

Vor diesem Hintergrund gibt es bei Volkswagen & Co. ehrgeizige Pläne in Bezug auf die Elektromobilität. Allein VW will bis 2030 rund 22 Millionen elektrisch angetriebene Autos bauen und verkaufen. Als das ursprüngliche Ziel noch bei 15 Millionen E-Autos lag, schätzte der Konzern seinen Bedarf an Batteriezellen auf 150 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Jetzt dürfte die Nachfrage eher bei 220 GWh liegen.

Nachfrage nach Batteriezellen explodiert
Insgesamt werden nach den Plänen der europäischen Autoindustrie von den rund 110 Millionen produzierten Fahrzeugen 2025 etwa zehn Prozent rein elektrisch fahren und 15 Prozent mit hybridem Antrieb. Der geschätzte Bedarf an Batteriezellen entspricht in etwa dem Output von 30 Gigafactories in der Größe der Batteriefabrik von Tesla in Nevada, dem bislang größten Akkuwerk der Welt.

Als erster europäischer Autokonzern hat sich VW dazu entschlossen, eine eigene Zellenfertigung hochzuziehen. Zusammen mit Northvolt soll in Salzgitter ein Werk gebaut werden, das anfangs rund zehn Prozent des VW-Bedarfs decken kann. Der Anteil soll auf 20 Prozent steigen. Northvolt will gleichzeitig eine ähnlich große Produktionsstätte im heimischen Schweden errichten. Ich konnte mich auf meiner jüngsten China-Reise mit eigenen Augen davon überzeugen, was diese Zahlen in der Praxis bedeuten – riesige, modernste Fabriken müssen in kürzester Zeit aufgebaut und stabil in Produktion gebracht werden.

Die größten Pläne hegt jedoch CATL. Der chinesische Zellen-Hersteller kündigte an, in Deutschland bis 2025 eine Gigafactory mit einer Kapazität von 100 GWh zu bauen. Ursprünglich planten die Chinesen mit 14 GWh ab 2021. Aufgrund der enormen Nachfrage wurde die geplante Kapazität kurzerhand verdoppelt. Auch LG Chem hat seine Ausbaupläne nach oben revidiert – von vier auf jetzt voraussichtlich zwölf GWh. Auch wenn Europa langsam, aber sicher nachzieht, ist klar, dass Asien und hier vor allem China bei der Batteriezellen-Fertigung auch weiterhin die Pole-Position einnimmt. Experten schätzen, dass weltweit im Jahr 2023 eine Produktionskapazität von 800 GWh pro Jahr besteht.

Engpässe wahrscheinlich
Die Analysten von Seekingalpha haben hochgerechnet, dass die Gigafactories dann für ihre Produktion 576.000 Tonnen Lithium pro Jahr benötigen. Dazu kommen weitere rund 200.000 Tonnen, die für die Herstellung der Akkus für Smartphones und andere batteriebetriebene Geräte gebraucht werden. Die für 2023 erwartete Lithium-Produktion liegt aber nur bei maximal 700.000 Tonnen. Daraus ergibt sich eine Unterdeckung von rund 80.000 Tonnen oder gut zehn Prozent. Andere Experten schätzen, dass schon deutlich früher die Lithium-Produktion nicht mehr den Bedarf decken kann – unterstellt die Batterie-Gigafactories werden in der notwendigen Geschwindigkeit hochgezogen, um die Nachfrage der Autobauer zu befriedigen.

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